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Schulz und Sühne

, von Horst von Buttlar

Was passiert, wenn die SPD die Wahlen gewinnt und eine rot-rot-grüne Koalition formt? Wir haben mal in das Jahr 2020 geblickt. In dem Sommer steht das Land vor vorgezogenen Neuwahlen. Von Horst von Buttlar

Martin Schulz © Getty Images
Was wäre, wenn Martin Schulz im Jahr 2020 Kanzler wäre?

„Wir sind gerettet!“

Martin Schulz wandte seinen Kopf und schaute auf die Gestalt, die gerade sein Zimmer betreten hatte.

Es war sein Büroleiter, der aufgeregt mit einem iHolo in der Luft wedelte. Schulz drehte sich wieder um. „Bin gleich bei Ihnen.“ Er schaute wieder aus dem Fenster, sah den dichten, prasselnden Regen, der nun schon seit Tagen über dem Land niederging, als würde man einen Riesenschwamm auspressen.

Er liebte diesen Blick auf den Berliner Dom, den er seit einem Jahr genießen durfte. Damals, im Sommer 2019, musste das Kanzleramt plötzlich umziehen. An der Nordseite war Hausschwamm im Beton, sie mussten raus, bevor sich der Pilz durch das Gebäude und die Medien durch ihre Metaphern fressen würden. Aber wohin? Das Stadtschloss war noch leer, und so hatte man, nach hitzigen Diskussionen über die Signalwirkung, den Umzug beschlossen, „übergangsweise“ natürlich.

Schulz hatte geflucht, weil das ganze Drama zum Symbol seiner Kanzlerschaft zu werden drohte, die nicht wenige schon damals als „verkorkst“ bezeichneten. Aber bald hatte er die Räume lieb gewonnen, hatte auf Wikiquote viele Zitate von Friedrich dem Großen gelesen, mit denen er nun oft seine Genossen nervte.

Ach, sollten sie genervt sein. Er war es ja auch. Von den ewig neuen Ausgabenwünschen. Den ewig neuen Gesetzen, mit denen man die alten nachbesserte. Von der Wagenknecht, die im Amt bald ergraut war und die er heimlich „Silberhexe“ nannte.

„Besorgen Sie mir sofort ein Paar Gummistiefel!“

„So, was ist? Warum sind wir gerettet?“ Schulz drehte sich um.

„Der Regen, der viele Regen …“ Der Büroleiter stockte: „Wir haben einen Deichbruch an der Oder.“

Er drehte das iHolo, das mit einem Lichtstrahl ein Hologramm auf der Oberfläche erzeugte. Bilder von Wassermassen, die durch Deiche stürzen, überflutete Dörfer, schwimmende Autos. „Auch Sachsen und Sachsen-Anhalt sind betroffen. Wir haben ein Hochwasser. Ein Jahrhunderthochwasser.“ Schulz begriff sofort, was das bedeutete. Dem Himmel sei Dank, dachte er. Eine Flut. In solch schwierigen Zeiten waren starke Kanzler gefragt. Wie 2002. Was er jetzt brauchte, waren Bilder der Entschlossenheit. Und irgendwo noch ein paar Milliarden. „Besorgen Sie mir sofort ein Paar Gummistiefel!“

„Schon geschehen.“ Sein Büroleiter glühte vor Stolz.

„Super. Wohin fahren wir? Wo ist der nächste Deich?“

„Der Bruch ist bei Reitwein.“

„Wo zum Teufel ist denn das?“

„An der polnischen Grenze.“

Schulz verzog das Gesicht. Er überlegte. „Sollen wir nicht lieber nach Sachsen-Anhalt? Also irgendwie rein nach Deutschland?“

„Die A9 wurde heute Nacht in Teilen unterspült.“

„Aber wir sind doch im Heli.“

„Nein“, sagte der Büroleiter. „Zu starker Wind.“ Er machte eine Pause und schob leise hinterher. „Es wäre auch das falsche Signal.“

„Okay, dann aber schnell. Und ruf das Fernsehen an.“

„Haben wir bereits. RTL und Netflix kommen, wir haben auch einen eigenen Youtube-Kanal. Und wir drehen für Snapchat eine Story.“

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Die Kolonne brach auf, eine Reihe von gepanzerten S-Klassen. Im Auto, hinter dem dichten Regenschleier, hatte Schulz Zeit zum Nachdenken. Konnte er nun doch weiterregieren? Das Land stand vor Neuwahlen. Die Grünen hatten, nachdem sie in den Umfragen unter vier Prozent gefallen waren, die Koalition verlassen. Die Ökos hatten schon lange gewackelt, eskaliert war das Ganze, nachdem die Linke sich geweigert hatte, den Zukunftsfonds für das Braunkohlerevier in der Lausitz zu kürzen. Aber vor allem lief die grüne gutbürgerliche Klientel Sturm gegen das Mietbegrenzungsgesetz von Wohnraumministerin Kipping.

Schulz hatte noch versucht, mit der CDU eine „Koalition der nationalen Vernunft“ zu bilden, was gescheitert war. Vor zwei Wochen hatte er die Vertrauensfrage gestellt und sie wie geplant verloren.

Hinter Schulz lagen drei intensive Jahre, und an manchen Tagen schaffte er es sogar, sich einzureden, dass es gute Jahre gewesen waren. 2017 hatte die SPD die Wahl gewonnen, zwar nicht als stärkste Partei, aber mit 29,7 Prozent, und das reichte für Rot-Rot-Grün. „Mehrheit ist Mehrheit“, hatten sie in der Berliner Runde gefeixt, zu der Angela Merkel schon nicht mehr erschienen war.

Schulz hatte ein rot-rot-grünes „Zukunftsbündnis“ geschmiedet mit einem 100-Tage-Programm für „Solidarität und Gerechtigkeit“. „Berlin ist ein Signal für den sozialen Aufbruch in Europa“, hatte Schulz verkündet.

Es wurde ein Aufbruch. Und was für einer. Dietmar Bartsch wurde Außenminister und trieb seiner Partei innerhalb weniger Tage den NATO-Austritt aus. Dafür musste die SPD in der Sozialpolitik mehr Zugeständnisse machen als geplant – und Sahra Wagenknecht als Ministerin für Arbeit und Solidarität akzeptieren.

Die Regierung führte eine Vermögensteuer ein, der Steuersatz stieg auf 48 Prozent ab 70.000 Euro, auf 60 Prozent ab 150.000 Euro und auf 75 Prozent ab 300.000 Euro. Hartz IV schafften sie ab und führten eine „Solidarsicherung“ in Höhe von 850 Euro ein. In die Rentenformel bauten sie eine „Ewigkeitsgarantie“.

„Wie sollen wir denn jetzt eure ganzen Geschenke bezahlen?“

Es fühlte sich gut an, sie taten, wovon sie immer geträumt hatten: mehr geben, mehr ausgeben. 2018 hatte Deutschland wieder neue Schulden aufgenommen, 30 Mrd. Euro, für den Zukunftsstabilisierungsfonds und das Lebenserleichterungsgeld für Familien. Zunächst passierte nicht viel, kein Schock, keine Krise, die Wirtschaft wuchs sogar weiter, weil der Konsum kräftig stieg. Bis im ersten Halbjahr 2018 das Ganze plötzlich kippte: Die EZB hatte wegen der gestiegenen Inflation rasch die Zinsen angehoben. In München, Frankfurt und Hamburg brachen daraufhin die Immobilienmärkte ein, Düsseldorf und Köln folgten, von „City-Crashs“ sprach man damals.

R2G verabschiedete eilig ein Kredithilfepaket, aber es half nichts. Die schlechten Nachrichten nahmen zu, man las nun immer öfter von großen Entlassungswellen, 1500 Leute hier, 2500 Arbeiter dort, Fabriken, die nicht mehr länger erweitert, sondern geschlossen wurden. Was auch an den USA lag, wo US-Präsident Michael Pence, der seit dem Rücktritt von Donald Trump regierte, eine Importsteuer eingeführt hatte, die deutsche Exporte zusätzlich mit Milliarden belastete. Auch die Investitionen brachen ein, und Mitte 2018 konnte die Regierung die Zahlen über die Kapitalflucht nicht mehr geheim halten. Schulz tobte vor den Genossen: „Wie sollen wir denn jetzt eure ganzen Geschenke bezahlen?“

Die Arbeitslosigkeit stieg auf 3,6 Millionen, und im Herbst 2018 rutschte das Land in die Rezession. Es war ein düsteres Jahr, obwohl Deutschland erneut die Fußball-WM gewann. Opel stellte seine Produktion in Deutschland ein, vergebens hatte Schulz bei Präsident Macron protestiert. Der hatte ihn abblitzen lassen und zu „mutigen Reformen und Einschnitten“ ermahnt. Ihr Verhältnis war angespannt, seit eine Handvoll Maschinenbauer Dürrs und Festos Beispiel gefolgt waren und den Sitz nach Frankreich verlegt hatten. Kurz darauf kam Volkswagen unter den Schutzschirm, nachdem die Deutsche Commerzbank frische Kreditlinien verweigert hatte, die für die neuen Strafzahlungen nötig waren. Es waren turbulente Monate, und manchmal bekannte Schulz in kleiner Runde, dass er sich das alles ganz anders vorgestellt hatte.

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Auf in den Schlamm

Die Kolonne stockte. „Was zum Teufel ist da los?“, rief er nach vorn. Der Fahrer drehte sich um. „Der Regen, Stau, hier ist alles dicht.“

„Ich könnte kotzen, wir hätten doch den Heli nehmen sollen.“

Sein Smartphone klingelte. Es war Andrea Nahles, die Wirtschaftsministerin. „Hast du die Bilder gesehen? Es ist eine Katastrophe.“

„Nein, Andrea, unsere Rettung. Damit gewinnen wir die Wahl.“

„Was willst du tun?“

„Das überleg ich gerade. Ich fahre …“ Er lehnte sich vor: „Können wir nicht woandershin, in irgendeinem dieser märkischen Käffer wird doch genug Schlamm fließen.“

„Willst du mehr Schulden machen?“, fragte Nahles. „Ich muss ohnehin mit dir reden. Ich habe neue Zahlen zum Solidargeld. Es hat sich in der Türkei und Osteuropa herumgesprochen, seitdem kommen wieder Tausende Flüchtlinge. Täglich.“

„Pass auf, wir reden später.“ Nahles war auch nicht mehr die Alte.

„Hast du den Spahn gesehen?“

Er rief Marcel Fratzscher an, den Chef des Rates für Wachstum und Investitionen, den sie damals anstelle des Sachverständigenrats eingesetzt hatten. „Also Marcel, was machen wir? Sag mal was Kluges.“

Fratzscher druckste herum. „In jedem Fall würde ein Fluthilfefonds mehr Wachstum bringen“, murmelte er. „Allein die kaputten Straßen würden 0,15 Prozent …“ Schulz unterbrach ihn. „Okay, okay, ich muss jetzt erst mal ins Fernsehen mit Gummistiefeln.“

„Hast du den Spahn gesehen?“

 „Den Spahn? Wo ist der?“ Schulz schaute auf sein Smartphone und sah mehrere Eilmeldungen mit Fotos, Videos, Holos. Jens Spahn, der Chef der CDU, war in Grimma. Natürlich mit Gummistiefeln.

„Scheiße“, dachte Schulz.

Plötzlich kam die Kolonne abrupt zum Stehen. Er schaute raus, sah aber nur Grau und Regen, Schlammbäche, die über die Straße liefen. Der Kanzler öffnete die Tür, Regen peitschte ihm ins Gesicht, „Was ist da los?“ Zwei Leibwächter waren hektisch aus dem Auto gesprungen, drängten ihn, wieder einzusteigen. Sie mussten umdrehen, denn vorne ging es nicht weiter, die Straße war unterspült worden. Also zurück. Sein Büroleiter telefonierte, plötzlich überholte die S-Klasse hinter ihnen die Kanzlerlimousine.

„Die Unternehmer heulen eh nur rum“

Der Fahrer drehte sich um. „Wir müssen erst mal Unterschlupf suchen. Außerdem sind unsere Batterien fast alle. Der andere Wagen holt Ersatz. Und die Straße ist nicht sicher, hier in der Nähe ist ein Bach über die Ufer getreten.“

„Die kriegen es nicht mal hin, die Kanzlerlimo aufzuladen“, dachte Schulz, „wie sollen wir dann das Land hinkriegen?“ „Es ist eh vorbei“, sagte er. „Der Spahn hat seine Show in Grimma.“

Schulz bekam eine SMS: „Für 5 Mrd. Soforthilfe muss Spitzensteuer auf 78 %. OK? Sahra“ „Nein“, schrieb er zurück. „Das wäre voreilig.“

Der Wagen hielt. Die Kolonne stand im Innenhof einer Fabrik und hatte unter einer Remise aus Blech gehalten, sodass sie aussteigen konnten. „Wo sind wir hier?“, fragte Schulz. „Das ist die Automotive Armbruster & Söhne“, sagte einer. „Die stellen irgendwelche Schläuche für Motoren für die Autoindustrie her.“

„Wunderbar, dann machen wir halt hier ein paar Bilder. Holt mir mal den Schichtleiter.“

Heraus kam eine Gestalt mittleren Alters mit blauem Kittel, die Haare leicht ergraut, in den Händen drehte er verlegen eine Mütze.

„Der … Herr Bundeskanzler …“, stotterte er. „Welch hoher Besuch. Und so überraschend. Aber der Herr Armbruster ist gar nicht da.“

„Das macht nix“, sagte Schulz, „ich will mit Ihnen reden. Die Unternehmer heulen eh nur rum.“ Der Kanzler machte eine Handbewegung in Richtung eines Assistenten, dass der filmen solle. Sie gingen in eine Halle, die feucht und etwas schummrig war, sie war zur Hälfte leer, und Schulz überlegte, warum sie ihm so komisch vorkam. Und dann fiel es ihm auf: Es war still, nur das Prasseln des Regens an den trüben Scheiben. Keine Maschinen, kein Rattern.

„Hier ist ja gar nichts los“, rief er, und seine Stimme hallte.

„Nein“, sagte der Schichtleiter. „Nicht mehr. Es geht doch alles … alles nach Polen.“ Schulz fuhr herum: „Wie bitte? Und warum?“ Der Mann schwieg, drehte weiter seine Mütze.

„Habt ihr das nicht verhindern können?“ Schulz ging in der Fabrik auf und ab und rief halb in die Leere, halb seiner Delegation zu: „Das ist unser Problem. Dass unser Land schleichend entkernt wird. Warum?“

Der Schichtleiter sprach leise: „Weil es nicht mehr ging. Ich habe ja die Zahlen gesehen. Und ehrlich gesagt, Ihr Kampf für Gerechtigkeit, für bessere Arbeit und höhere Löhne hat alles nur noch schlimmer gemacht.“

Der Kanzler fuhr herum, sein Gesicht schwoll an. „Wie bitte?“

Plötzlich betrat ein Mann die Halle, mit dichtem Haar, Cordhose und Mantel, völlig durchnässt. Es war Wolfgang Armbruster, der Inhaber der Fabrik. Er keuchte. „Unsere Lastwagen sind stecken geblieben …“ Erst jetzt sah er den Kanzler.

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Regenomics

Die Szene wiederholte sich, die Erklärung über die leere Fabrik, Unglaube und Unmut des Kanzlers, und dann setzten sie sich hin, Schulz, Armbruster und der Schichtleiter, in dem kleinen Büro neben der Halle, und Armbruster holte seine Bilanzen raus, Umsätze, Gewinne (oder besser: Verluste), Lohnkosten, Ordner mit Schriftverkehr über immer neue Anträge und Bürokratie. Zum Lohngerechtigkeitstransparenzgesetz, verabschiedet Februar 2018. Zum Befristungsdämpfungsgesetz, März 2018. Zum Fortbildungsausbaugesetz. Unterlagen über neue Steuern, denn die Körperschaftsteuer war 2019 auf 30 Prozent erhöht worden.

Armbruster holte auch alte Pläne raus, von 2015, da hatten sie das letzte Mal überlegt, die Fabrik zu erweitern, es sollte ein neues Werk sein, das Schläuche für Ladestationen von E-Autos baute, die seit zwei Jahren im ganzen Land hochgezogen wurden. Aber hohe Umweltauflagen der Gemeinde und eine Zufahrtstraße, die dann doch nicht gebaut wurde, hatten ihn die Pläne begraben lassen. „Ich bin 59“, sagte Armbruster. „Mein Sohn will das hier nicht übernehmen, er findet, das bringt nichts mehr. Ich habe einen Partner in Polen, der macht das nun.“

„Aber das ist doch … das ist keine Zukunft“, sagte Schulz bebend.

Armbruster lehnte sich vor. „Ich bin 1991 hierhergekommen, hab die Fabrik hochgezogen, 600 Arbeitsplätze geschaffen. Es waren gute Jahre. Aber dann kam der Abschied auf Raten. Industrie 4.0, E-Mobilität, so viele Umwälzungen.“ Pause. „Und Sie haben uns nur bekämpft.“

„Bekämpft? Unsinn! Das ist doch euer Lieblingsklischee.“

Armbruster wies auf die Aktenordner. „Ist das ein Klischee?“

Der Kanzler wandte sich an den Schichtleiter. „Was müsste ich tun, damit Leute wie Sie uns noch mal wählen?“ Der Mann überlegte. „Hört auf, uns Gutes tun zu wollen. Hört auf, unser Geld zu nehmen und es wieder zu verteilen. Hört auf, uns unsere Zukunft gestalten zu wollen und sie dann doch nur zu verbauen. Im Grunde müsst ihr … müsst ihr eine Agenda 2030 machen.“

Hört auf, uns Gutes tun zu wollen

Der Kanzler sprang auf. „Ich danke für die Zuflucht hier. Wir müssen weiter.“ Sie gingen hinaus in den Regen, die Straße war wieder passierbar. Der Kanzler nahm hinten im Auto Platz, seine Kolonne setzte sich in Bewegung, sie wirkte nun wie ein Trauerzug einer Beerdigung.

Hört auf, uns Gutes tun zu wollen. Der Satz hallte nach, und in dem Moment hatte es innerlich einen Knacks in Schulz gegeben. In dem Moment wusste der Kanzler, dass er nicht mehr so würde weitermachen können. Er hatte dem Land doch nur Gerechtigkeit bringen wollen. Spahn hatte im Bundestag immer gefeixt. „Die Linke hat ein Problem damit, dass es einigen gut und manchen weniger gut geht. Immerhin geht es heute allen gleich schlecht.“ War da vielleicht doch etwas dran?

Das Summen des Smart-phones, ein HoloCall. Wagenknecht erschien als Figur in 3D wie einst bei „Star Wars“ Meister Yoda. „Wir wollen einen Flut-Aufbaufonds in Höhe von 20 Milliarden“, sagte sie. „Nein“, sagte Schulz. „Silberhexe“, dachte er.

„Wie bitte?“

„Es wird keinen geben.“

„Was? Und was willst du tun?“

„Etwas anderes. Und zwar ohne dich, Sahra. Es hat mit der Zukunft zu tun.“

Illustrationen: Julian Daslik

Der Beitrag ist zuerst in Capital 05/2017 erschienen. Interesse an Capital? Hier geht es zum Abo-Shop, wo Sie die Print-Ausgabe bestellen können. Unsere Digital-Ausgabe gibt es bei iTunes, GooglePlay und Amazon


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