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Manager zweifeln an Fracking

, von Nils Kreimeier

Die umstrittene Fördermethode für Gas und Öl kann Deutschlands Spitzenkräfte nicht überzeugen.

In den USA erfolgreich: Förderung mit Fracking © Getty Images
In den USA erfolgreich: Förderung mit Fracking

Fracking bringt für eine klare Mehrheit der deutschen Top-Entscheider keine nennenswerte Versorgungssicherheit. Wie das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag von Capital bei 508 Top-Entscheidern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung ermittelte, sehen 57 Prozent der Befrag­ten in dieser Methode der Energiegewinnung kein maßgebliches Versorgungspotenzial. Lediglich 31 Prozent gehen davon aus, dass der Einsatz von Fracking die Versorgungssicherheit in Deutschland nennenswert erhöhen würde.

Gleichzeitig halten aber die meisten der zum „Capital-Elite-Panel“ zählenden Manager und Unternehmer die Entscheidung von CDU/CSU und der SPD, grundsätzlich auf Fracking zu verzichten, für falsch. Zwei Drittel der Wirtschaftslenker plädieren dafür, zumindest die Potenziale systematisch zu prüfen.

Krimkrise heizt Debatte an

Die Bundesregierung hatte Förderprojekte mit Fracking in Deutschland mit einem Moratorium belegt, solange akute Umweltbedenken nicht ausgeräumt sind. Bei der Förderung wird ein Gemisch aus Chemikalien und Wasser eingesetzt, um das Gestein zu brechen. Die Methode stößt bei Umweltschützern auf starke Vorbehalte.

Allerdings hat der Konflikt mit der Rohstoffmacht Russland die Debatte auch in Deutschland wiederbelebt. Die Ausbeutung von Schiefergas hatte die USA unabhängig von Erdgasimporten gemacht. Bei Wirtschaftssanktionen gegen Moskau könnte Fracking daher auch in Europa an Bedeutung gewinnen.

Die Ergebnisse des Capital-Elite-Panels lesen Sie in der Capital-Mai-Ausgabe.

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