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Beitragsschulden auf Rekordhoch

, von Britta Langenberg

Exklusiv: Selbstständige schulden Krankenkassen Milliarden an Beiträgen - Tendenz steigend.

Symbolbild Krankenkassenbeiträge © Getty Images
Krankenkassen leiden unter Außenständen von 6,6 Mrd. Euro

Die gesetzlichen Krankenkassen verzeichnen immer höhere Außenstände bei freiwillig versicherten Mitgliedern. Wie Capital (Ausgabe 7/2017, EVT 22. Juni) berichtet, haben sich die offenen Forderungen der 113 Krankenkassen seit Ende 2013 von 2,22 Mrd. Euro auf 6,64 Mrd. Euro fast verdreifacht. Der Löwenanteil der Schulden entfällt laut Zahlen des Bundesversicherungsamtes mit rund 5 Mrd. Euro in die Kategorie der „freiwilligen Versicherung“, zu der vor allem Selbstständige gehören.

Capital-Cover 07/2017
Die neue Capital erscheint am 22. Juni

Inzwischen hat der Schuldenstand der sogenannten „Selbstzahler“ ein neues Rekordniveau erreicht und steigt weiter. Insbesondere kleine Selbstständige sind nach Ansicht der Kassen oft finanziell überfordert. Sie müssen regelmäßig den Höchstbeitrag von monatlich rund 760 Euro für die Kranken- und Pflegeversicherung zahlen, der bei einem Monatseinkommen ab 4350 Euro fällig wird.

„Leider steigt die Summe der Beitragsschulden kontinuierlich an, da es Menschen gibt, die ihre Beiträge aufgrund eines fehlenden oder unregelmäßigen Einkommens nicht zahlen können“, bestätigte der Sprecher des GKV-Spitzenverbandes, Florian Lanz, gegenüber Capital.

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