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Kennen Sie SEB?

, Leo Klimm

Krups und Rowenta – zwei deutsche Marken. Aber mit Deutschland haben die Produkte nicht mehr viel zu tun, dafür aber mit SEB.

Skizzen zu einer Krups-Küchenmaschine © Reto Albertalli
SEB-Designatelier: Skizzen zu einer Krups-Küchenmaschine

Krups ist eine deutsche Firma. Glauben die Deutschen. Glaubt alle Welt. Es klingt ja auch ein bisschen wie Krupp-Stahl. Krups ist aber nicht deutsch, nicht mehr. Die Firma gehört längst zum Haushalts­waren-Imperium von SEB – einem unscheinbaren Familienkonzern aus der französischen Provinz, dessen Produkte uns dafür umso vertrauter sind. Man findet sie in jedem Haushalt: Pfannen von Tefal, Fritteusen von Moulinex und eben die Kaffeemaschinen von Krups. Auch die Staubsauger von Rowenta stammen von SEB – Rowenta ist die ­andere deutsche Ikone im Portfolio des ­Konzerns.

24 Marken hat der wundersame Weltmarktführer im Geschäft mit kleinen Haushaltsgeräten schon zusammengesammelt. Und tut gleichzeitig alles dafür, die Illusion von regionalen Marken aufrechtzuerhalten.

Krups muss in den Köpfen deutsch bleiben

Capital-Cover
Capital 04/2014

Bei den Kaffeevollautomaten von Krups etwa ist alles zu 100 Prozent „fabriqué en France“: von der Produktentwicklung und Herstellung bis zur Verpackung. Nur in den Köpfen der Kunden darf, nein, muss Krups deutsch bleiben. „Wir halten es nicht für nützlich, die Zugehörigkeit der Marke zu einem französischen Konzern hervorzuheben“, sagt Thierry de La Tour d’Artaise, Chef von SEB.

Die Kunden akzeptieren längst, dass ihre Alltagsgegenstände irgendwo auf der Welt produziert werden. Nur eine Marke – die zugeschriebene Identität eines Produkts, das Immaterielle –, die kann nicht verlagert werden. Also muss Krups deutsch bleiben. Und darauf verwendet SEB große Anstrengungen. „Deutsches Design ist klar und robust, funktional und raffiniert zugleich“, sagt Produktdesigner Lionel Averty.

Bisher funktioniert die Strategie der Franzosen: Der Umsatz hierzulande stieg 2013 um 17 Prozent. Nächstes Ziel ist die Marktführerschaft, denn noch rangieren Philips und Braun vor SEB.

Die Deutschmacher lautet der Titel unserer Reportage über die Holding SEB in der April-Ausgabe von Capital. Es ist die Geschichte einer großen Unbekannten, die aus der französischen Provinz den Markt für Haushaltsgeräte erobert. 24 Marken - neben Krups und Rowenta auch Tefal und Moulinex - gehören dem Unternehmen. 

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