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10 Tipps wie ich mein Team im Homeoffice führe

, Jens Brambusch

Immer mehr Unternehmen lassen ihre Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten. Das kann ins Auge gehen. Denn die größte Gefahr für das Gelingen sitzt im Chefsessel.

Viele Chefs kommen nicht klar, wenn ihr Team flexibel arbeitet © Getty Images
Viele Chefs kommen nicht klar, wenn ihr Team flexibel arbeitet

Wer kennt das nicht? Der Chef ist eine Glucke. Am liebsten würde er jedem Mitarbeiter immer über die Schulter schauen. Anwesenheit wird im Management oft mit Produktivität verwechselt. Ein absurder Fehler. Und jetzt gönnt die Firmenleitung den Mitarbeitern auch noch flexibles Arbeiten. Das endet oft im Chaos, weil der direkte Vorgesetzte es einfach nicht auf die Kette kriegt. Denn ein Team im Homeoffice zu führen, ist ganz hohe Managementschule. Und nur wenige beherrschen die. Mit diesen 10 Tipps kann es aber klappen.

1. Klare Regeln

Beiderseitig müssen die Erwartungen an das flexible Arbeiten eindeutig definiert werden, um Missverständnisse zu vermeiden. Die Pflichten der Mitarbeiter müssen im Vorfeld geklärt werden.

2. Wer ist geeignet?

Nicht alle Mitarbeiter eignen sich gleichermaßen für die Arbeit im Homeoffice. Wer soziale Interaktion benötigt, ist im Büro besser aufgehoben. Auch sollten Homeoffice-Arbeitsplätze nicht als Belohnung eingesetzt werden.

3. Vertrauen lernen

Der Arbeitgeber muss vertrauen und loslassen können. Anwesenheit ist kein Indikator für die Qualität der Arbeit.

4. Leistung messen

Starre Zeitkorsetts demotivieren und behindern. Firmen müssen daher ein Performance Management installieren, das die Leistung misst und nicht bloß Stunden zählt.

5. Führen lernen

Auch Mitarbeiter ohne permanente Anwesenheit brauchen Führung und Ansprache. Meistens sogar mehr als diejenigen, die jeden Tag im Büro sind. Bei Heimarbeit sollte das Feedback bewusster und regelmäßiger erfolgen.

6. Fürsorgepflicht

Führungskräfte müssen sich auch für den Mitarbeiter als Mensch interessieren und dessen Stärken, Routinen und familiäres Umfeld kennen. Nur so können sie erkennen, wenn etwas im Job nicht stimmt.

7. Meetingkultur

Bei aller Freiheit: Ohne regelmäßige Treffen geht es nicht. Dabei werden Projekte erläutert, Ideen vorgestellt, Aufgaben besprochen, Fehler erkannt.

8. Das Wir-Gefühl

Auch für die zwischenmenschlichen Beziehungen sind regelmäßige persönliche Treffen unverzichtbar – mit dem Vorgesetzten und dem ganzen Team. Denn wer sich über das Berufliche hinaus schätzt, schafft ein positives Arbeitsumfeld und ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl.

9. Immer willkommen

Auch wer im Homeoffice arbeitet, sollte einen Arbeitsplatz im Unternehmen haben und sich dort willkommen fühlen. Im Regelfall aber reicht ein Schreibtisch aus, den sich mehrere Mitarbeiter teilen.

10. Firmenkultur

In Unternehmen, in denen Kontrollzwang herrscht, werden Homeoffice und mobiles Arbeiten nicht zum Erfolg führen. Wer von der Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder von Flexibilität spricht, muss dies auch in der Praxis einlösen.


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