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10 Dinge, die sie über Google wissen sollten

, Capital-Redaktion

Google ist überall, jetzt interessiert sich der Konzern auch für unsere Hirnströme. Aber wie ticken eigentlich die Macher, die unser Leben immer stärker prägen?

Sergey Brin und Larry Page © Corbis

Am Wochenende machten wieder einmal Übernahmegerüchte die Runde. Google wolle das kanadische Start-up InteraXon kaufen, hieß es. Die Firma aus Toronto bietet ein Stirnband zur Messung von Hirnströmen an und passt somit hervorragend in Googles Beuteschema. Denn mit der Technologie soll es möglich sein, beispielsweise das TV-Programm allein durch Gedankenübertragung zu wechseln. Für Google ergäben sich neue Möglichkeiten Daten zu sammeln. Aber die Kanadier ließen den Konzern abblitzen.

Larry Page und Sergey Brin, die beiden Google-Gründer, werden es verschmerzen. Das Beispiel zeigt aber, dass der Konzern jederzeit bereit ist, neue Wege einzuschlagen. Denkverbote sind nicht die Sache von Page und Brin, die wild entschlossen auf neues Terrain vordringen. Aber wie ticken die beiden früheren Montessori-Schüler eigentlich? Zehn Randnotizen zu Google: 

1. Lebendiger Hummer

Die erste mit AdWords selbst geschaltete Google-Anzeige erschien im Oktober 2000 für das Suchwort „Lebendiger Hummer“. Sie stammte von der Firma Lively Lobsters, die lebendige Hummer per Post verschickt und zuvor noch nie Online-Werbung ­gemacht hatte. Mit dem System, Werbung passend zur Suche einzublenden, verdient das Unternehmen das meiste Geld. 

2. Aprilscherze

Sergey Brin © Getty Images
Sergey Brin

Google liebt Aprilscherze. Im Jahr 2000 etwa schickte Sergey Brin an die Mitarbeiter eine E-Mail, dass der Wert ihrer Aktienoptionen von 25 Cent auf 4,01 Dollar steigen würde. Nicht alle verstanden die Anspielung auf das Datum. Im gleichen Jahr kündigte Google „MentalPlex“ an, eine Suchmaschine, die Gedanken lesen kann. 2013 versuchte der Konzern die Nutzer mit der Ankündigung von Google Nose in die Irre zu führen. Suchergebnisse sollten mit passenden Gerüchen versehen werden.

3. Eulersche Zahl

Beim Börsengang 2004 gaben die Google-Gründer eine Summe von exakt 2 718 281 828 Dollar an, die sie einnehmen wollten. Der Witz war etwas für Mathefreaks: Es sind die ersten Ziffern der irrationalen Zahl e, auch Eulersche Zahl genannt. Benannt ist sie nach Leonard Euler, einem Schweizer Mathematiker aus dem 18. Jahrhundert. 

6. Dog Policy

Google-Mitarbeiter mit Hund in Mountain View © Google
Hunde sind bei Google willkommen

Google-Mitarbeiter dürfen ihren Hund mit zur Arbeit bringen. Die Erlaubnis findet sich sogar im Verhaltenskodex. Da steht auch, dass Google zwar Katzen mag, wegen der „Dog Policy“ aber nur Hunde im Büro zulässt: „Google’s affection for our canine friends is an integral facet of our corporate culture. We like cats, but we’re a dog company, so as a general rule we feel cats visiting our offices would be fairly stressed out.“

4. Der dunkle Lord

Standorte für sein erstes Datenzentrum suchte Google heimlich unter anderem Namen (Design LLC). Am Sicherheitszaun des Areals stand tatsächlich „Voldemort­Industries“. Das ist „Er, dessen Name nicht genannt werden darf“, der Bösewicht aus „Harry Potter“.

Google liebt solche Anspielungen. Wer in der Suchmaschine nach dem Sinn des Lebens sucht mit „the answer to life the universe and everything“ bekommt als Antwort 42. Wer „Per Anhalter durch die Galaxis“ gelesen hat, weiß sofort etwas damit anzufangen.

5. Lego

Googles erste Suchmaschine, ein Forschungsprojekt an der Universität Stanford (damaliger Name: „BackRub“), hatte die Speicherkapazität von 40 Gigabyte. Die Außenhülle der Speicherplatten wurde aus Lego gebastelt. Die Legosteine leuchten in den bekannten Google-Farben – gut möglich, dass das kein Zufall war.

7. Wind of Change

Makani Power
Windkraft nach Google-Art

Die Zeit, als Google eine reine Suchmaschine für das Internet war, ist längst vorbei. Heute gehört unter anderem das Windkraftunternehmen Makani Power zum Google-Imperium. Gegründet 2006, entwickelt Makani Power Windturbinen, die an Elektroleitungen in der Luft schweben, genannt Airborne Wind Turbine (AWT). Die Technik, die materialschonender als normale Windräder sein will, ist nicht ausgereift. Google hat das Projekt schon früh unterstützt und im Mai 2013 ganz übernommen.

8. Internet für alle

Erfindungsreichtum beweist der Konzern auch darin, das Internet in entlegene Winkel zu bringen. „Loon for all“ lautet die Losung. Die Idee: Internet für alle mithilfe riesiger Ballons, die 30 Kilometer über der Erde schweben. 2011 begann die Entwicklung, 2013 wurde in Neuseeland ein Pilottest mit 30 Ballons durchgeführt. Googles vager Plan sieht vor, in einer ersten Stufe 300 „Loons“ in die Luft zu schicken.

9. Googleburger

Googleburger © Getty Images
So sah sie aus: die erste gezüchtete Boulette

Die beiden Google-Masterminds haben ein Faible für frische Ideen. Brin beteiligte sich an einem Projekt zur Herstellung von Fleisch im Labor. „Wir versuchen, den ersten gezüchteten Hamburger aus Rindfleisch herzustellen“, sagte Brin. Das Vorhaben machte sogleich als „Googleburger“ die Runde. Im vergangenen fand die erste Verköstigung des Laborfleisches in London statt. Die Forscher züchteten aus der Stammzelle einer lebenden Kuh ein Stück Fleisch. Momentan ist das Verfahren noch aufwändig und teuer. Aber wenn es massentauglich wird, kann es die Welt verändern, glaubt Brin.

10. Science Fiction

Die unendlichen Weiten des Universums sind ein weiteres Betätigungsfeld der Google-Gründer. Page und Brin haben Geld in das Planetary-Resources-Projekt gesteckt, das sich zum Ziel gesetzt hat, eine Methode zum Abbau von Metallen auf Asteroiden zu entwickeln. Brin gehört zudem zu den Investoren von Space Adventures, das Flüge in den Weltraum für Touristen anbietet. 2017 soll der erste Start in Richtung Mond erfolgen – allerdings ohne Landung auf dem Erdtrabanten.

 

In der aktuellen Capital-Ausgabe haben wir uns den Konzern ganz genau angeschaut: "Was Google wirklich will" lautet der Titel unserer Geschichte. "Und jetzt: die Weltherrschaft", heißt es im Innenteil. Interesse? Hier können Sie sich die iPad-Ausgabe der neuen Capital herunterladen. Hier geht es zum Abo-Shop, wenn Sie die Print-Ausgabe bestellen möchten.


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