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Briten profitieren vom Juncker-Fonds

, Monika Dunkel

Großbritannien erhält die höchsten Finanzierungszusagen aus dem sogenannten Juncker-Fonds - trotz des Brexit-Votums.

Premierministerin May beim Shake Hands mit Kommissionspräsident Junckert
Premierministerin May will ihr Land aus der EU führen. Fördergelder aus dem sogenannten Juncker-Fonds nehmen die Briten trotzdem gerne an - Foto: Getty Images

Ausgerechnet Großbritannien ist in Europa derzeit der größte Nutznießer des milliardenschweren EU-Investitionsprogramms, auch Juncker-Fonds genannt. Dies ergab eine Auswertung der Europäischen Investitionsbank (EIB) für Capital (Ausgabe 12/2016; EVT 17. November). Demnach erhielten die Briten, die eigentlich aus der EU austreten wollen, bis Oktober 2016 Finanzierungszusagen in Höhe von 3,37 Mrd. Euro aus dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen, den die EIB verwaltet.

Capital-Cover 12/2016
Die neue Capital erscheint am 17. November

Damit profitieren sie am stärksten von diesem Fördertopf. Unter den geförderten Projekten sind etwa zwei Offshore-Windparks und ein Krankenhaus. Italien und Spanien erhielten ebenfalls Kreditzusagen von jeweils knapp über 3 Mrd. Euro für innovative Investitionsprojekte. Deutschland landet mit 2,3 Mrd. Euro auf Platz vier.

Nach Auskunft der Bank spielte der Brexit bisher für den Juncker-Fonds keine Rolle. Laufende Projekte in Großbritannien würden vollendet, neue Projekte weiter berücksichtigt. Der Juncker-Fonds soll in Europa bis 2018 Investitionen in Höhe von 315 Mrd. Euro mobilisieren. Eine Verlängerung ist allerdings bereits so gut wie beschlossen.

Die EIB spielt eine Schlüsselrolle bei diesem EU-Programm. Sie wählt Projekte danach aus, ob sie riskant oder innovativ erscheinen, Europa voranbringen und sonst nicht finanziert würden. Länderquoten oder eine bestimmte Verteilung nach Branchen haben laut Bank dabei keine Bedeutung. Die genehmigten Projekte erhalten Kreditzusagen oder auch Beteiligungen.

Die neue Capital erscheint am 17. November. Hier geht es zum Abo-Shop, wo Sie die Print-Ausgabe bestellen können. Unsere Digital-Ausgabe gibt es bei iTunes, GooglePlay und Amazon


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