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GE glaubt an Alstom-Deal

, Georg Fahrion und Jens Brambusch

GE-Manager John Rice sieht für einen Alstom-Einstieg gute Chancen. Das Angebot sei gut für Alstom und für Frankreich.

General Electric © Getty Images
Das Öl- und Gasgeschäft boomt: Ein Arbeiter im schottischen Montrose

Trotz des anhaltenden Widerstands der französischen Regierung ist General Electric zuversichtlich, beim Kauf von Alstom zum Zuge zu kommen. „Wir schätzen das Engagement der französischen Regierung. Wir sind offen für einen weiteren Dialog", sagte John Rice, Vice Chairman von General Electric, Capital. „Wir glauben, dass unser Vorschlag gut ist für Frankreich, gut für Alstom und gut für GE.“ Auch fühle man sich nicht benachteiligt.

John Rice © Katrin Binner
GE-Manager John Rice beim Interview

„Wir glauben an Europa und setzen hier auf Wachstum“, sagte Rice, hinter GE-Chef Jeffrey Immelt die Nummer zwei im Konzern. „Unser Angebot zur Akquisition wesentlicher Bereiche des Energiegeschäfts von Alstom ist ein klares Zeichen dafür. Europa ist die zweitwichtigste Region nach den USA mit Umsätzen von über 25,3 Mrd. Dollar.“

In Deutschland seien Zukäufe von GE derzeit nicht geplant. Hierzulande wolle das Unternehmen „vor allem organisch wachsen“.

Capital 06/2014
Die neue Capital, ab 22. Mai am Kiosk

Europa spiele auch bei Forschung und Entwicklung für GE eine zentrale Rolle. „Mehr als 30 Prozent der Patente von GE weltweit werden von Europa aus eingereicht. Im Bereich Healthcare etwa findet mehr als ein Drittel der Forschung und Entwicklung in Europa statt“, erläuterte Rice gegenüber Capital. Eines der größten der mehr als 20 Kompetenzzentren auf dem Kontinent, steht in Garching bei München, wo gerade die Kapazität verdoppelt wird.

Rice sieht in einer teilweisen Alstom-Übernahme außerdem ein großes Umsatzpotenzial für sein Unternehmen in den Schwellenländern. „Alstom und GE ergänzen sich in diesen Regionen sehr, und wir glauben, dass das Energieerzeugungs- und Übertragungsgeschäft von Alstom insgesamt über zehn Milliarden Dollar an Umsatz in Regionen wie Indien, China, Brasilien und dem Nahen Osten beisteuern würde.“

Was plant GE in Europa? Capital-Autorin Kathrin Werner hat sich auf Spurensuche begeben. Das Ergebnis lesen Sie in der neuen Capital, die am 22. Mai in den Handel kommt. Dort finden Sie auch das vollständige Interview mit John Rice. Hier können Sie sich die iPad-Ausgabe herunterladen. Hier geht es zum Abo-Shop, wenn Sie die Print-Ausgabe bestellen möchten.


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