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Fondsmanager warnt vor Zinsanstieg

, Christian Kirchner

US-Börsenguru Hasenstab rät zu Anlagen mit kurzer Restlaufzeit.

Michael Hasenstab © Marc Krause
Michael Hasenstab

Der US-amerikanische Star-Fondsmanager Michael Hasenstab warnt Anleger davor, bei aktuellen Anlage-Entscheidungen das Zinsrisiko zu unterschätzen. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis die Zinsen stiegen. „In den USA haben wir bereits Mitte vergangenen Jahres den ersten Anstieg gesehen, in Europa wird es noch etwas länger dauern“, meinte der Fondsmanager im Interview mit Capital.

Um auf diese zu erwartende Entwicklung vorbereitet zu sein, halte er derzeit lediglich Anleihen mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von unter zwei Jahren. „Anleihen mit kurzer Restlaufzeit reagieren kaum auf Zinsänderungen, minimieren also das Risiko bei steigenden Zinsen“, argumentierte er gegenüber Capital. Hasenstab verwaltet für die US-Fondsgesellschaft Templeton in verschiedenen Fonds umgerechnet rund 140 Mrd. Euro.

Chancen in der Ukraine

Das Jahr 2013 sei ein guter Test gewesen, um aktiv gemanagte Fonds von solchen zu unterscheiden, die nur dem Markt folgen – wie beispielsweise passive Indexfonds. „Die werden große Schwierigkeiten bekommen“, prophezeite Hasenstab. Dass seine eigenen Fonds in den vergangenen Monaten ebenfalls Verluste gemacht haben, beunruhigt ihn nicht. „Das war eine Folge der Panikverkäufe an den Märkten“, erklärte der Fondsmanager. „Die Korrelationen nehmen dann zu, und alle Märkte schwächeln.“ Eine solche Situation halte aber normalerweise nicht lange an. „Wenn die Zinsen steigen, kommt meine Zeit.“

Chancen sieht Hasenstab in ukrainischen Staatsanleihen. „Die Ukraine bietet auf lange Sicht enor­mes Potenzial“, sagte Hasenstab. Die aktuellen Probleme seien lediglich politischer Natur. „Der Markt hat die kurzfristige Volatilität mit der langfristigen Zahlungsfähigkeit verwechselt – das war falsch.“ Die Fundamental-Daten der Ukraine sind dem Rentenspezialisten der Investmentgesellschaft Franklin Templeton zufolge stark. So liege die Verschuldung bei lediglich etwa 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Lesen Sie das gesamte Interview in der neuen Capital, am 24. April im Handel. Hier können Sie sich die iPad-Ausgabe der neuen Capital herunterladen. Hier geht es zum Abo-Shop, wenn Sie die Print-Ausgabe bestellen möchten.


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