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Die besten deutschen Makler

, Christian Baulig und Paul Prandl

127 Immobilienvermittler haben im Capital Makler-Kompass Bestnoten erzielt – die meisten davon sind Büros von bundesweit tätigen Unternehmen

Der Service bei den getesteten Maklern hat sich verbessert © Getty Images
Der Service bei den getesteten Maklern hat sich verbessert

Mietpreisbremse, Bestellerprinzip, digitale Wettbewerber – in den vergangenen zwei Jahren hat sich für Immobilienmakler der Markt rasant verändert. So sind seit Einführung des Bestellerprinzips die Vermietungen über professionelle Vermittler deutlich zurückgegangen, viele Eigentümer suchen selbst nach Mietern, um Provision zu sparen. Makler konzentrieren sich nun zumeist auf das lukrative Kaufgeschäft, bei dem – je nach Bundesland – bis zu 7,14 Prozent Courtage drin sind. Doch gerade in gefragten Gegenden sind vakante Immobilien knapp.

Welche Anbieter kommen mit den Veränderungen am besten klar? Und wer bietet Kunden einen hervorragenden Service? Bereits zum dritten Mal testete Capital zusammen mit dem iib Dr. Hettenbach Institut und dem Analysehaus Feri Eurorating Services die Qualität von 972 Immobilienvermittlern in 50 deutschen Städten.

212 Anbieter erzielten gute bis sehr gute Bewertungen: 127 Gesellschaften erreichten die Höchstnote von fünf Sternen – 17 mehr als im Vorjahr. 85 kamen auf vier Sterne (Vorjahr: 92). Die bundesweit vertretene Maklerkette von Poll verteidigte den Spitzenplatz mit 30 (26) Fünf-Sterne-Bewertungen. Auf dem zweiten Platz folgt mit 26 (17) Top-Noten wieder Postbank Immobilien, Platz drei geht an DKB Grund mit neun Bestnoten, Engel & Völkers und Garant Immobilien teilen sich Platz vier mit jeweils achtmal fünf Sternen.

„Große Makler haben oft sehr effiziente Prozesse und investieren mehr in Technologie und Services“, sagt Ingmar Rupp, Studienleiter des Capital Makler-Kompass bei Feri Eurorating Services. Vertreter überregional oder bundesweit tätiger Maklerunternehmen errangen 99-mal fünf Sterne, 2015 gelang dies nur 66 Büros. Weniger gut schnitten lokale Spezialisten ab: Nur 28 (Vorjahr: 44) dieser „Platzhirsche“ wurden mit der Höchstnote bewertet.

Die meisten Fünf-Sterne-Makler finden sich in Berlin, Essen, München und Stuttgart; in drei Städten – Bonn, Bremen und Münster – qualifizierte sich kein einziger Anbieter für die Bestnote. Die Ergebnisse in der Tabelle sind nach abnehmender Gesamtpunktzahl sortiert. Anbieter mit weniger als vier Sternen sind nicht aufgeführt.

So funktioniert der Makler-Kompass:

Mehr als 11.000 Firmen im Test

In einem zweistufigen Verfahren bewerteten die Experten von Feri Eurorating Services und dem iib Dr. Hettenbach Institut Maklerunternehmen in 50-Städten. Geprüft wurden Dienstleistungen rund um den Verkauf von Wohnimmobilien. Im ersten Schritt erfasste das iib-Institut die Angebote von 11.304 Maklern auf den wichtigsten Internetportalen in den vergangenen zwölf Monaten und ermittelte die 25 größten Anbieter pro Stadt mit mindestens zehn Objekten pro Monat. Hintergrund: je größer das Angebot, desto mehr Interessenten, desto besser die Chancen auf eine schnelle Vermittlung – gleich ob für Verkäufer oder Käufer.

Fünf Analysekriterien

Im zweiten Schritt analysierte Feri die Firmen anhand von fünf Kriterien: Marktposition, Qualifikation, Prozessqualität, Exposé und Vertrag sowie Service. Dazu wurden 971 Makler per Post und E-Mail gebeten, einen umfangreichen Online-Fragenkatalog auszufüllen. Übersetzt wurden die Ergebnisse in eine fünfstufige Skala (–  – bis ++). Unter anderem wurden folgende Fragen gestellt:

Marktposition
Wie lange gibt es das Unternehmen schon? Wie groß ist das Transaktionsvolumen?

Qualifikation
Welche Berufserfahrung und welche fachliche Qualifikation haben die Mitarbeiter? Wie steht es um Aus- und Weiterbildung? Werden Branchenstandards eingehalten? Ist die Firma Mitglied eines Verbands?

Prozessqualität
Wie professionell werden Objekte akquiriert, bewertet und vermarktet, welche Kanäle werden dabei genutzt? Welche Zusatzdienstleistungen – Finanzierung, Bewertung, Behördengänge oder Energieausweis – werden angeboten? Besteht eine Vermögenshaftpflicht-versicherung?

Exposé und Vertrag
Wie wird die Immobilie präsentiert? Sind alle wichtigen Angaben genannt? Ist der Maklervertrag verständlich, und sind die Kosten für den Kunden nachvollziehbar aufgeführt?

Service
Welche Qualitätsstandards gelten? Wie schnell werden Anfragen beantwortet und wird die Kundenzufriedenheit ermittelt?

Der Makler-Kompass ist in Capital 10/2016 erschienen. Dort finden Sie auch den Makler-Round-Table: Vier Profis diskutieren über die Perspektiven der Branche. Hier können Sie sich die iPad-Ausgabe herunterladen. Hier geht es zum Abo-Shop, wenn Sie die Print-Ausgabe bestellen möchten.


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