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Deutsche Bahn auf Einkaufstour in China

, Monika Dunkel

DB-Technikvorständin Heike Hanagarth eröffnet ein Lieferantenbüro in China. Auch ICEs könnten künftig aus der Volksrepublik kommen.

DB-Technikvorständin Heike Hanagarth
Heike Hanagarth ist Technikvorständin der Deutschen Bahn – die einzige Frau auf diesem Posten in einem deutschen Konzern – Foto: Henning Ross

Die Deutsche Bahn interessiert sich für Technik aus China und baut dafür ganz neue Einkaufsstrukturen auf. Das Unternehmen werde künftig in China ein Lieferantenbüro betreiben, kündigte Technikvorständin Heike Hanagarth im Gespräch mit Capital an. Auf die Frage, ob der nächste ICE aus China kommen könnte, antwortete Hanagarth: „Wir verifizieren den internationalen Liefermarkt, jeder bekommt die Chance, sich am Wettbewerb zu beteiligen, es gibt keine Präjudizierung!“

Capital 06/2015
Die neue Capital erscheint am 21. Mai

Damit manifestiert die Bahn ihr Interesse an Geschäften mit chinesischen Herstellern. Hanagarth, die momentan in China die beiden größten Eisenbahnbauer des Landes besucht, machte gegenüber Capital deutlich, dass sie ihr Lieferantennetz ausweiten und verbessern will.

In der 20-jährigen Geschichte der Deutschen Bahn kommt der Schritt einer Revolution gleich. Bislang bezieht das Unternehmen keine einzige Schraube aus China. Zugleich unterstreicht das Interesse des deutschen Konzerns die stark gestiegene Technikkompetenz chinesischer Unternehmen.

Zur Person: Heike Hanagarth ist eine der ungewöhnlichsten Frauen der deutschen Wirtschaft. Im Vorstand der Deutschen Bahn leitet sie das ­Technikressort. Die männlichste aller Männerdomänen. In allen deutschen Großkonzernen ist sie die einzige Frau auf einem solchen Posten. Ihr jährliches Budget für neue Züge und Technik ist größer als der Etat des Bundesverkehrsministers. Doch was nach Paradebeispiel für die Frauenförderung klingt, funktioniert nicht: Hanagarth ist keine Quotenfrau – und will auch keine sein.

Die ganze Geschichte über Heike Hanagarth lesen Sie in der neuen Capital, die am 21. Mai erscheint. Hier können Sie sichdie iPad-Ausgabe herunterladen. Hier geht es zum Abo-Shop, wenn Sie die Print-Ausgabe bestellen möchten. Und hier gibt es eine Themenvorschau.


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