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"Banken stehen am Anfang eines massiven Umbruchs"

, Horst von Buttlar und Timo Pache

Diebold Nixdorf-Chef Andy Mattes über den dramatischen Wandel der Finanzbranche und die Zukunft des Bargeldes.

Diebold Nixdorf-Chef Andy Mattes © Patrick Desbrosses
Diebold Nixdorf-Chef Andy Mattes

Der Transformationsprozess der Banken steckt noch in den Anfängen. Diese Auffassung vertritt der CEO von Diebold Nixdorf, Andy Mattes, im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin ‚Capital‘ (Ausgabe 4/2017, EVT 23. März): „Wir stehen hier wirklich erst ganz am Anfang einer Entwicklung, eines massiven Umbruchs.“ Er habe selten eine Branche gesehen, die sich so sehr verändert wie im Moment die Finanzbranche.

Capital-Cover 04/2017
Die neue Capital erscheint am 23. März

Der Diebold-CEO zeigte sich überzeugt davon, dass die Banken „alles, was nicht Kerngeschäft ist oder was sich automatisieren lässt, langfristig auslagern werden“. Mattes verglich diesen Prozess mit den Entwicklungen, die die IT in den Unternehmen genommen hat. Heute betreibe kaum ein Konzern beispielsweise noch seinen eigenen Mail-Server.

Mattes ist einer der wenigen Deutschen, die es in den USA auf den Chefposten eines Konzerns geschafft haben. Der frühere Siemens-Manager arbeitet seit 2011 bei Diebold, dem US-Hersteller von Geldautomaten. 2016 übernahm Diebold den deutschen Konkurrenten Nixdorf für umgerechnet gut 1,7 Mrd. Euro. Der Konzern macht zusammen knapp 5 Mrd. Euro Umsatz und beschäftigt weltweit 25.000 Mitarbeiter.

"Geld ist nicht mehr nur Cash oder Banküberweisung"

Mattes, der die Funktion seines Unternehmens als Dienstleister zwischen Banken, Händlern und Konsumenten beschreibt, hat eine spezifische Sichtweise auf die Rolle des Geldes: „Für uns und unsere Kunden ist es Nebensache, wie man Geld erhält. Geld ist nicht mehr nur Cash oder Banküberweisung, es gibt unendlich viele Möglichkeiten zu bezahlen.“

Die Bedeutung des Bargelds und die Funktionen des Bankautomaten entwickeln sich dem Diebold Nixdorf-Manager zufolge je nach Region sehr unterschiedlich: „Die Skandinavier sind sehr weit, die verabschieden sich von Scheinen und Münzen. In den USA und Deutschland werden die Leute nicht so schnell komplett auf Cash verzichten.“

Das vollständige Interview lesen Sie in der neuen Capital, die am 23. März erscheint. Hier geht es zum Abo-Shop, wo Sie die Print-Ausgabe bestellen können. Unsere Digital-Ausgabe gibt es bei iTunes, GooglePlay und Amazon


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