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Autocheck: Mini Cooper D Clubman

, Guido Reinking

Capital testet die interessantesten Neuwagen. Diesmal: Mini Cooper D Clubman - ist das noch Mini?

Mini Cooper D Clubman

Das Auto

Mit dem Mini der vierten Generation ist die britische Auto-Ikone erwachsener geworden. Der Clubman bietet mehr Platz und nun auch hinten zwei vernünftige Türen. Das schwer abzulesende Zentral-Tachometer wurde ersetzt durch ein modernes Infotainment-Display. Der Innenraum wirkt wertiger.

Der Look

Der kurze vordere Karosserieüberhang des alten Mini geht heute nicht mehr: EU-Bestimmung. Deshalb reckt der neue das Kinn vor wie ein Karpfen. Und die einst steile Frontscheibe beugt sich dem Druck des Windkanals. Zumindest das Heck mit seiner senkrecht geteilten Kofferraumtür darf noch typisch britisch sein.

Das Fahrgefühl

Die Automatik mit acht Gängen schaltet spontan und ruckfrei. Das Einlenkverhalten ist knackig. Nur das lange Heck verhindert das Gokart-Feeling der alten Modelle. Dafür sorgt der lange Radstand für spürbar mehr Komfort. Die versprochenen vier Liter Verbrauch des agilen 150-PS-Diesel sind illusorisch, sechs Liter aber möglich.

Das digitale Extra

Das „Mini Connected XL“ ist mehr als ein Navigationssystem. Neben der Routenplanung gibt es Infos über Verkehr, Wetter, Parkplätze und Sehenswürdigkeiten. Wichtige Daten werden auf einem Display vor der Windschutzscheibe angezeigt, Musik wird gestreamt.

Was der Hersteller sagt

„Das neue Modell bietet das höchste jemals bei einem Mini realisierte Maß an Alltags- und Langstreckentauglichkeit, Variabilität und Fahrkomfort.“

Was der Hersteller verschweigt

Der neue Mini ist mit seinem Wachstum im Kompaktsegment angekommen. Das bedeutet mehr Platz, aber auch weniger geeignete Parkplätze in der Stadt. Ist das noch Mini?


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