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Markus Meindl: Porsche 356 A

, Guido Reinking

Tradition steht bei Markus Meindl hoch im Kurs. Nicht nur bei seinem Modeunternehmen, sondern auch auf der Straße. Er hat einen Porsche 356 A restauriert

Markus Meindl vor seinem Porsche 356 A © Conny Mirbach

Markus Meindl führt das Modeunternehmen Meindl aus Bayern, das für Trachten und Lederhosen bekannt ist. Privat fährt er einen alten Porsche 356 A – mit neuem Leder.


Als es um die Ledersitze seines Porsche 356 A ging, kannte Markus Meindl keine Kompromisse: „Wir haben ein schönes, offenporiges Anilinleder verwendet, nicht dieses moderne Zeug, wo Leder nur noch das Trägermaterial ist.“ Schließlich ist Meindl eine Marke für Jacken, Mäntel und Hosen aus Leder – in einem von Trachten inspirierten Look.

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„Wir haben das Auto 2001 im Allgäu gekauft und 2004 komplett restauriert, außen wie innen. Das hat vier Jahre gedauert.“ Seitdem glänzt der Porsche wieder in dem Farbton „Taubenblau“, in dem er seinerzeit ausgeliefert wurde. „Es war gleich eine Liebesbeziehung zu dem Auto“, sagt Markus Meindl. Ein Auto zu fahren, das er mal an eines seiner drei Kinder weitergeben kann, gefällt dem bayerischen Modeschöpfer.

Tradition ist wichtig in dem 1683 erstmals urkundlich erwähnten Familienunternehmen. Seither machen die Meindls in Leder und Mode. „Es gibt eine Rückbesinnung auf dauerhafte Werte, auf Qualität, die nicht nur eine Saison hält.“ Obwohl Meindl auch Motorradkleidung für BMW und Jacken für Porsche Design näht, wächst der Absatz nicht in den Himmel: „Der beschränkende Faktor ist das Material. Das Leder, das wir verarbeiten, ist nicht beliebig vermehrbar“, sagt der 47-Jährige.

Die 120 Mitarbeiter produzieren ausschließlich in Deutschland und Südosteuropa. Vom Familienbetrieb in Kirchanschöring kann Markus Meindl jede seiner Fabriken in höchstens sieben Stunden mit dem Auto erreichen – natürlich nicht mit dem alten Porsche. Der ist eher „für die Entschleunigung des Lebens“ da.

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