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Aufbrecher - mobiles Medizinlabor

, Kai Beller

Anita Goel hat ein tragbares Diagnosegerät entwickelt. Damit lässt sich auch im Dschungeldorf eine Virusinfektion feststellen.

Anita Goel © Falling Walls Foundation
Anita Goel ist Chefin von Nanobiosym

Das Problem: Mit medizinischen Diagnosen ist es ausgerechnet dort am schwierigsten, wo sie am dringendsten gebraucht werden. In Entwicklungsländern, in denen sich Viruserkrankungen oft rasch ausbreiten, ist das nächste Labor häufig meilenweit entfernt.

Die Lösung: Die US-Amerikanerin Anita Goel überträgt die Logik des Smartphones auf die Gesundheitsvorsorge. Der Gene-Radar ihrer Firma Nanobiosym ist ein tragbares Labor, das zuverlässige Diagnosen schon innerhalb weniger Stunden liefern kann. Dabei wird Blut oder Speichel auf einen Einweg-Chip übertragen, der dann in das Gerät gesteckt wird. Die Software vergleicht die DNA mit dem gesuchten Krankheitsbild.

Der Markt: Das Verfahren ist schneller und billiger als herkömmliche Diagnosemethoden – ein Vorteil bei zwei Milliarden Menschen ohne Zugang zu geregelter Versorgung. Ein HIV-Test kann für 20 Dollar angeboten werden und damit zehnmal günstiger als üblich. Mögliche Einsatzgebiete sind außer Aids auch Malaria und Tuberkulose.


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