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Aufbrecher - Klärschlamm für Europa

, Capital-Redaktion

In Entwicklungsländern ist sanitäre Versorgung ein ­Problem. Ashley Murray hat eine Lösung: Sie verkauft den Klärschlamm nach ­Europa

Ashley Murray
Ashley Murray

Das Problem: Öffentliche Toiletten gibt es in Ländern wie Ghana oder Uganda durchaus – und Unternehmer, die damit Geld verdienen. Die Schwierigkeiten fangen erst danach an: wenn es um die Entsorgung des Fäkalschlamms geht. Das in Industrieländern übliche Modell, Entsorgungsgebühren zu kassieren, funktioniert in armen afrikanischen Staaten in der Regel nicht.

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Die Lösung: Die US-Amerikanerin Ashley Murray und ihre 2010 gegründete Firma Waste Enterprisers haben eine Methode entwickelt, die Klärgruben zu Bergwerken macht. Der Schlamm wird in einer Fabrik zu Pellets verarbeitet, die Kraftwerke oder Industriebetriebe zur Stromerzeugung nutzen können. In Europa lassen sich diese Pellets für 145 Euro pro Tonne verkaufen.

Der Markt: Nach Uno-Angaben haben nach wie vor 2,5 Milliarden Menschen auf der Welt keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen. Zugleich steigt der Energiebedarf: allein in Afrika bis 2040 um geschätzte 85 Prozent. Murrays Konzept liefert einen unternehmerischen Anreiz, beide Probleme anzugehen.

Der Aufbrecher erscheint jeden Monat in der Capital. Hier können Sie sich die iPad-Ausgabe der neuen Capital herunterladen. Hier geht es zum Abo-Shop, wenn Sie die Print-Ausgabe bestellen möchten.


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