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Artur Fischer - Das Patent-Genie

, Jens Brambusch

Artur Fischer steht für die Innovationskraft einer ganzen Nation. Jens Brambusch über den Erfinder, der mit 96 Jahren gestorben ist.

Artur Fischer steht für die Innovationskraft einer ganzen Nation: 1100 Patente hat er angemeldet. Seine Erfindungen wälzten ganze Branchen um. Wie das Synchronblitzlicht, das Fischer 1949 erfand, weil eine Fotografin seine neugeborene Tochter in der dunklen Dachkammer nicht fotografiert bekam. Oder den nach ihm benannten Spreizdübel. „Ein Dübel braucht Zähne“, erkannte Fischer 1958 und schuf sein Meisterstück aus Kunststoff. Der Fischer-Dübel wurde seitdem milliardenfach verkauft.

Das Europäische Patentamt (EPA) ehrte Fischer 2014 mit dem Erfinderpreis für sein Lebenswerk. „Artur Fischer ist nicht nur eine herausragende unternehmerische Persönlichkeit, sondern auch ein begnadeter Erfinder, ein wirklicher Tüftler. Er hat es über Jahrzehnte hinweg wie kaum ein anderer verstanden, durch Neugierde, Leidenschaft und unbändigen Willen ganz praktische Dinge des Alltags zu revolutionieren“, sagte EPA-Präsident Benoît Battistelli.

Unzählige Weiterentwicklungen des Dübels hat Fischer ersonnen. Er erfand Bohrer, Bolzenanker, Verbindungselemente für Knochenfrakturen. Generationen wuchsen mit Fischertechnik auf – Baukästen, die Fischer im Wohnzimmer entwarf. Einmal, sagt Fischer, habe er in einem Monat 50 Patente angemeldet.

Der Beitrag stammt aus dem Jahr 2014. Capital hat Artur Fischer damals für das Titelthema "Best of Germany" (Capital 7/2014) porträtiert. 

Foto: EPA


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