Es hat anderthalb Jahre gedauert, bis Audi seine kleinste Modellfamilie aufstockt: Zum Februar 2012 erweitern die Ingolstädter die A1-Palette um eine fünftürige Version namens Sportback. Bei dem kompakten A1 ist der Zuwachs an Platz naturgemäß eher bescheiden - der Zuwachs an Komfort dank zweier zusätzlicher Hecktüren dafür umso größer.
Der Sportback baut bei gleicher Länge (3,95 Meter) und gleichem Radstand (2,47 Meter) ein paar Millimeter höher (1,42 Meter) und breiter (1,42 Meter) als der normale A1 und schafft so gut einen Zentimeter mehr Platz für Schultern und Kopf auf der Rückbank. Dort liefert Audi serienmäßig zwei ausgeformte Sitze mit einer breiten Ablage in der Mitte aus, auf Wunsch sind ohne Aufpreis auch drei Sitze bestellbar. Dann allerdings wird es dort ungebührlich eng.
Um jeweils zwei Seitentüren mehr auf der gleichen Breitseite unterbringen zu können, hat Audi die vorderen beiden Türen gegenüber dem dreitürigen A1 um 29 Zentimeter gekürzt und die B-Säule um 23 Zentimeter nach vorne gesetzt. Das macht zwar den Zustieg vorne etwas enger und mühevoller - kommt aber den Passagieren im Fond umso mehr zugute. Sie müssen sich nicht mehr an den umgeklappten Rücklehnen nach hinten durchquetschen, sondern können ganz bequem durch ihre eigenen Türen einsteigen.
Sonderlich mehr Laderaum bringt der A1 Sportback nicht mit: statt 267 Liter wie beim Dreitürer sind es nun 270 Liter. Das Volumen lässt sich bei umgeklappten Rüchsitzlehnen wie beim Dreitürer auf 920 Liter vergrößern.
Edel und aufgeräumt
Innen geht es wie gehabt edel und aufgeräumt zu. Das Cockpit, findet Audis Marketingabteilung, weise "Anklänge an die Tragfläche eines Flugzeugs auf". Und "die Konsole auf dem Mitteltunnel" hat demnach "Ähnlichkeit mit dem Heck einer Segelyacht". Nun ja. Halten wir fest: Man fühlt sich gut aufgehoben und findet alles da, wo man es erwartet. Die Materialien machen einen hochwertigen Eindruck und sind perfekt verarbeitet. Audis Designabteilung hat außerdem dafür gesorgt, dass sich auch die Innenausstattung mit allerlei Stoffen, Farben und Zierleisten individualisieren lässt.
Die Sitze sind bequem und bieten einen guten Seitenhalt, könnten aber eine längere Beinauflage vertragen. Die Verstellmöglichkeiten des Fahrersitzes und des Dreispeichenlenkrades (Neigung und Tiefe) sind auch für größere Fahrer bis 1,85 Meter ausreichend. Bei ganz zurückgeschobenen Vordersitzen wird es hinten ein wenig eng um die Knie - aber es lässt sich für zwei Leute durchaus auch auf etwas längeren Strecken aushalten.
Unter der Haube arbeiten die bereits vom bisherigen A1 bekannten TFSI-Benziner und TDI-Diesel. Neu entwickelt wurde dagegen der 1.4 TFSI mit 103 kW/140 PS mit "Cylinder on Demand"-Technologie. Die Leistungsspanne reicht (noch) von 63 kW/86 PS bis zu 136 kW/185 PS. In einigen Motorisierungen gibt es das Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Schaltstufen zumindest als Option.
Deutlich agiler als die kleinen Benziner gehen die 1,6-Liter-TDI-Motoren ans Werk. Schon der kleinste leistet 66 kW (90 PS) und schiebt den A1 mit seinen 230 Nm maximalem Drehmoment kräftig voran. Den Spurt von 0 auf Tempo 100 schafft er in 11,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 182 Stundenkilometern. Der Durchschnittsverbrauch laut Audi: 3,8 Liter auf 100 Kilometer.











