Der britische Autohersteller McLaren sieht eine nur kurze Anlaufphase für seinen Eintritt ins Luxussportwagengeschäft vor. "Wir wollen bis Ende des Jahres schuldenfrei sein" , sagte Firmenchef Ron Dennis am Montag in London. In zwei Jahren sollten operativ schwarze Zahlen geschrieben werden.
Im ersten Jahr erwartet der als Schwesterunternehmen zum Formel-1-Rennstall McLaren gegründete Autohersteller den Verkauf von rund 1500 Fahrzeugen. "Wenn der Markt stabil bleibt, wollen wir in vier Jahren 4000 Stück verschiedener Modelle verkaufen. In der weiteren Zukunft klingen 10.000 Stück ambitioniert, aber ich hätte auch keine Angst vor dieser Zahl", sagte Dennis.
Nach der Absatzflaute während der Weltfinanzkrise gebe es für Wagen wie den McLaren MP4-12C wieder einen Markt von "gut 100.000 Stück", sagte Dennis. Der Wagen mit seiner Karbon-Karosserie gehört in die Kategorie der Supersportwagen für fahrerisch ambitionierte und gleichermaßen vermögende Kunden und geht in diesen Tagen weltweit in den Verkauf.
Ab 200.000 Euro geht es los
Der McLaren für die Straße wird in Deutschland etwa 200.000 Euro kosten, rund 100 Fahrzeuge seien hierzulande bereits bestellt, so der Hersteller. Konkurrenten sind etwa Ferrari Italia oder Lamborghini Gallardo. Auch Lotus, Ex-Formel-1-Hersteller mit so ruhmreicher Historie wie McLaren, plant derzeit, wieder Straßensportwagen in dieser Preisklasse anzubieten.
McLaren hat in den letzten Jahren 800 Mio. Pfund in den nun beginnenden Eintritt in das Straßensportwagengeschäft gesteckt. Bislang hat der unter McLaren Automotive auftretende Hersteller solche Fahrzeuge lediglich in einer Nische und für eine Handvoll Kunden hergestellt, sagte Europa-Chef Christian Marti. "Was jetzt geplant ist, ist der vollwertige Markteintritt. Wir werden dabei auch gegen das obere Ende der Porsche-Modellpalette antreten", sagte der Deutsche mit Hinweis auf die erstmals geplante Entwicklung einer Modellfamilie rund um die Marke McLaren.
Die Pläne für weitere McLaren-Versionen seien bereits so weit gediehen, "dass wir noch in diesem Jahr zwei weitere Modelle ankündigen könnten. Wir machen diese Entscheidungen aber vom anfänglichen Erfolg des MP4-12C in den Verkaufsniederlassungen in den nächsten Monaten abhängig", erklärte Firmenchef Dennis.












