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03.02.2011
Ein Elektromotor auf der IAA
Ein Elektromotor auf der IAA
Foto: AP

Hybrid- und Elektromotoren

BMW und Peugeot vertiefen Kooperation

von Lutz Meier, Margret Hucko

BMW und der französische Autokonzern PSA Peugeot Citroën verleihen ihrer Zusammenarbeit eine neue Qualität: Die Hersteller gründen ein Gemeinschaftsunternehmen namens Peugeot Citroën Electrification.

Das Joint Venture soll sich auf die Entwicklung und Produktion von Komponenten für Hybrid- und Elektroautos konzentrieren. "Wir sind sicher, dass wir durch dieses Joint Venture unser Know-how ausbauen werden", sagte PSA-Chef Philippe Varin. Die Konzerne beteiligen sich zu gleichen Teilen, gaben die Autobauer am Mittwoch bekannt.

Mit der Neugründung deuten BMW und PSA einen Strategiewechsel an. Bisher war nur bekannt, dass die Konzerne bei Hybridtechnologie zusammenarbeiten möchten - nicht jedoch, dass sie sich in einem Gemeinschaftsunternehmen aneinander binden.

Beide Unternehmen haben sich in der Vergangenheit mit festen Partnerschaften schwergetan. So scheiterte eine Kapitalverflechtung von Peugeot und Mitsubishi kurz vor Abschluss des Geschäfts. Und BMW arbeitet, abgesehen von einer Partnerschaft mit dem Leichtbauspezialisten SGL Carbon, nur in China mit dem Hersteller Brilliance in einem Gemeinschaftsunternehmen zusammen. Die Volksrepublik lässt dem Autobauer keine andere Wahl. Kooperationen von Herstellern haben den Nachteil, dass die Beteiligten einen Großteil ihrer Unternehmensgeheimnisse preisgeben müssen.

BMW und Peugeot bleibt dennoch kaum etwas anderes übrig. Durch die Zusammenarbeit versuchen sie, die Kosten der teuren Zukunftstechnologie im Griff zu behalten. Die Konkurrenten Daimler und Renault hatten sich dazu schon 2010 verbündet. "Dieses Gemeinschaftsunternehmen ermöglicht uns umfassende Kostenvorteile im Bereich der Elektrifizierung", sagte BMW-Chef Norbert Reithofer. Beide Autobauer sind für sich genommen zu klein, um intern ausreichend Synergien auf diesem Gebiet zu erzielen.

Das Gemeinschaftsunternehmen, das noch von den Kartellbehörden genehmigt werden muss, soll unter anderem Batterien, Elektromotoren und Generatoren entwickeln und produzieren. Weder über die Höhe ihrer Investition noch über den Standort des Joint Venture gaben die Autobauer Auskunft. Dies soll am 28. Februar erfolgen. Auch die Zahl der Beschäftigten hielten Peugeot und BMW zurück.

Das neue Unternehmen wird voraussichtlich im zweiten Quartal starten. Von 2014 an erwarten die beiden Partner dann erste Modelle, die mit den Teilen ausgestattet sind. Auch ein Verkauf der Technologie an Dritte sei nicht ausgeschlossen, hieß es. "Fiat könnte ein guter Abnehmer sein", sagte Autoexperte Christoph Stürmer vom Branchenbeobachter IHS Automotive. Noch sind Hybrid- und Elektroautos deutlich teurer als herkömmliche. Die Politik setzt die Hersteller mit strengen C02-Vorgaben unter Druck, strombetriebene Fahrzeuge zu bringen.


Quelle: ftd.de
© 2011 capital.de

Was die Leser sagen

Karl-Wilhelm Schmidt Schmidt
22.02.2011 | 18:51
Fangt endlich an, Elektroautos zu bauen, mit einer Kaufprämie für Elektroautos wie in Frankreich. Wir müssen die Elektroautos mehr vorantreiben, damit wir nicht mehr vom Öl abhängig sind.

Fangt endlich an, Elektroautos zu bauen, mit einer Kaufprämie für Elektroautos wie in Frankreich.
Wir müssen die Elektroautos mehr vorantreiben, damit wir nicht mehr vom Öl abhängig sind. Elektroautos stehen Benzinern nicht mehr nach - zumindest wenn es um die Reichweite geht. Elektroauto Nissan: Der Lead ist das erste in Serie produzierte Elektroautos. Das Paradoxe ist, dass China vor Deutschland in der Forschung für Stromautos steht. Das Land China, baut mit Deutschen Autofirmen Benzin Autos weiter, damit wird die Umweltverschmutzung nur verlagert. Wir brauchen so schnell wie möglich Elektroautos auf der ganzen Welt. Fangt endlich an, Elektroautos zu bauen. Zum Beispiel: Mit einer Kaufprämie für Elektroautos wie in Frankreich.
Mit freundlichen Grüßen
Karl-Wilhelm Schmidt
Bremervörde

(Kommentare 1-1 von 1)

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