Die Krise im deutschen Autohandel zwingt die Hersteller zu versteckten Rabattaktionen in bisher unbekanntem Ausmaß. Von Januar bis August dieses Jahres wurden vier von zehn Zulassungen kurzzeitig von auf den Hersteller, Händler oder eine Autovermietungen zugelassen. Das sind knapp sieben Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2007 und damit die höchste Quote seit 40 Jahren. Solche Vorführwagen, Dienstwagen oder Tageszulassungen sind quasi neu und haben teilweise weniger als 100 gefahrene Kilometer auf dem Tacho.
Dennoch verkaufen die Händler sie mit mehr als 20 Prozent Rabatt. Mit solchen Aktionen können die Hersteller die Statistik der zugelassenen Neuwagen positiv beeinflussen und den Absatz ankurbeln, ohne dass die massiven Abschläge vom Listenpreis öffentlich werden.
Nach einer Studie der Fachhochschule Gelsenkirchen liegt bei Lancia, Subaru und Alfa Romeo der Anteil an Kurzzulassungen bei mehr als 60 Prozent, bei Opel sind es knapp 54 Prozent, bei BMW 44 und bei Audi 40 Prozent. Selbst bei Porsche gingen rund vier von zehn Autos als junge Gebrauchte weg. Jeder der rund 90 Porsche-Händler hat bis August 34 Fahrzeuge auf seinen Namen zugelassen. Allein der Klassiker 911 wurde 1170-mal als Vorführwagen zugelassen.
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