Monatelanger Hype, den Blogger weltweit und fast stündlich mit immer neuen Spekulationen fütterten - und nun ist sie endlich da:
Apples neueste Kreation. Konzernchef Steve Jobs enthüllt in San Francisco das zeitschriftengroße Gerät.
Es heißt iPad. Er positioniert das Gerät zwischen Smartphone und Laptop. Natürlich soll es vieles besser können: im Internet surfen, Videos schauen, spielen und elektronische Bücher lesen.
"Es ist so viel intimer als ein Laptop und so viel leistungsfähiger als ein Smartphone", sagt der 54-jährige Apple-Mitgründer, der aufgrund seiner früheren Krebserkrankung noch immer stark abgemagert ist. "Es ist phänomenal, das Internet auf diese Art in den Händen zu halten", schwärmt er, während er in einem schwarzen Corbusier-Sessel auf der Bühne im Yerba Buena Center for the Arts sitzt und durch verschiedene Websites blättert.
Jobs propagiert das iPad als ersten Vertreter einer dritten Gerätekategorie nebst Smartphones und Laptops. "Viele Leuten glaubten, dass die Netbooks diese Nische füllen - das Problem ist, dass Netbooks überhaupt nichts besser können als Smartphones oder Laptops", sagt der Apple-Lenker. "Netbooks sind langsam, haben schlechte Displays und laufen mit PC-Software - sie sind billige Laptops."
Das iPad wird in sechs Ausführungen verfügbar sein. Drei Modelle sind nur mit W-Lan ausgerüstet, die drei anderen mit W-Lan und 3G. Das Grundmodell mit 16 Gigabyte Speicher und W-Lan wird in den USA 499 Dollar Kosten.
Erstaunlich niedriger Preis
Das teuerste Modell mit W-Lan, 3G und 64 Gigabyte wird für 829 Dollar verkauft. Die Preise liegen unter den Erwartungen. Zahlreiche Beobachter waren von fast 1000 Dollar ausgegangen. "Wir wollen das Gerät so vielen Leuten wie möglich verkaufen", sagt Jobs.
In 60 Tagen werden weltweit die Modelle ohne 3G-Mobilfunk verfügbar sein, die 3G-iPads sollen in 90 Tagen folgen. In den USA wird
AT&T, Apples exklusiver iPhone-Mobilfunkparter, auch der iPad-Mobilfunkpartner sein. International wird laut Jobs noch mit Mobilfunkunternehmen verhandelt. Der Kurs der Apple-Aktie, der kurz vor Beginn von Jobs' Auftritt um bis zu zwei Prozent gefallen war, schloss mit einem Plus von knapp einem Prozent.




















