21.04.2009
Die Schwachstelle der Blackberrys ist der RIM-Server in London.
Die Schwachstelle der Blackberrys ist der RIM-Server in London.
Foto: dpa

Furcht vor Wirtschaftsspionage

Unternehmen verzichten auf Blackberrys

Aus Angst vor Wirtschaftsspionage untersagen zunehmend mehr deutsche Unternehmen ihrem Management die Nutzung von Blackberrys. Die Autoindustrie nutzt die Geräte nur noch eingeschränkt. Auch Evonik denkt anch Capital-Informationen über ein Verbot nach.

Aus Angst vor Wirtschaftsspionage verzichten in letzter Zeit immer mehr deutsche Firmen in sicherheitsrelevanten Bereichen auf den Einsatz von Blackberrys. In der Autoindustrie werden die Geräte schon längst nur eingeschränkt genutzt. Auch der Industriekonzern Evonik denkt über ein Verbot nach. Diesen Trend bestätigt der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft (ASW) Berthold Stoppelkamp: "Der Einsatz von Blackberrys in sensiblen Bereichen ist rückläufig."

Auch der Verfassungsschutz, zuständig für Wirtschaftsspionage-Abwehr, rät Unternehmen seit längerem ausdrücklich zur Vorsicht beim Gebrauch von Blackberrys. Schon 2005 hatte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) in einem internen Bericht darauf hingewiesen, dass die Technik unsicher sei und Industriespionen wie auch Geheimdiensten den Zugriff auf die Mails erlaube.

Als Schwachstelle im Blackberry-System erweist sich der Server des Herstellers RIM in London, über den auch alle deutschen Blackberry-Daten laufen. Da das dortige Gesetz dem britischen Geheimdienst den Zugriff auch auf geschützte IT-Infrastrukturen erlaubt, "liefert Blackberry den Geheimdiensten alle wichtigen Informationen auf einem Silbertablett", wie es Manfred Fink, öffentlich bestellter und beeideter Sachverständiger für Abhörsicherheit formuliert.


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Quelle: FMH-Finanzberatung
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